Drei Jahre zu Unrecht Sozialhilfe bezogen

Ende 2009 hatte eine deutsche Familie in einer Schaffhauser Gemeinde Unterstützung beantragt. Der Mann gab bei der Gemeinde an, dass sein Einkommen – er ist deutscher Staatsangestellter – die notwendigen Auslagen der Familie nicht decken würde. Drei Jahre lang, von Januar 2010 bis Januar 2013, bekam die Familie Sozialhilfe.

Allerdings hatte der Mann der Gemeinde verschwiegen, dass seine Frau zeitweise auch berufstätig war. Zudem besass diese in der betreffenden Zeit ein Bankkonto mit rund 72000 Franken Vermögen. Der Mann verfügte für das Konto über eine Einzelzeichnungsberechtigung.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen kam zum Schluss, dass der heute 48-Jährige zu Unrecht drei Jahre lang Sozialhilfe in Höhe von rund 33000 Franken bezogen hatte.  Sie verurteilte den Mann per verkürztem Strafbefehlverfahren zu einer bedingten Geldstrafe von 7200 Franken. Zudem wurde der Mann zu einer Busse von 2000 Franken verurteilt, auch muss er für die Staatsgebühr aufkommen.

Der Deutsche hatte zunächst Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben, weswegen es gestern zur Gerichtsverhandlung hätte kommen sollen. Er zog die Einsprache jedoch zurück, weshalb der Strafbefehl nun rechtskräftig wird. Das zu Unrecht bezogene Sozialhilfe-Geld kann auf zivilrechtlichem Weg zurückgefordert werden.

Fachexperte: «Ein Mufflon würde ich so nicht zeichnen!»

Ist es ein Mufflon-Widder oder nicht? Experten sagen: "Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht."
Ist es ein Mufflon-Widder oder nicht? Experten sagen: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.“

Als lebendes Wappentier für Stadt und Kanton Schaffhausen sollen sie künftig durch den Munotgraben streifen: Mufflons. Nach der Zustimmung des Parlaments zu einem Postulat von Alfred Tappolet (SVP) soll der Stadtrat jetzt prüfen, ob eine Haltung in dem Gehege, das die Damhirsche bewohnen, möglich wäre. Doch was ist, wenn das Tier mit den imposanten Hörnern auf dem Stadt- und Kantonswappen überhaupt kein Mufflon-Widder ist? Das zweifelten zumindest die Grossstadträtinnen Manuela Bührer (AL) und Katrin Huber (SP) in der jüngsten Sitzung am Dienstag an. Und damit liegen sie gar nicht so falsch, wie Recherchen bestätigen.

Dank Schweizer Züchtern gibt es Skuddenschafe heute noch. Foto: ProSpecieRara
Dank Schweizer Züchtern gibt es Skuddenschafe heute noch. Foto: ProSpecieRara

Die älteste Schaffhauser Darstellung eines Widders ist auf einem Stadtsiegel festgehalten, das aus dem Jahr 1253 stammt. «Das Tier darauf hat ein Horn mit Knollen, es hat keine glatte Oberfläche wie beim Mufflon», sagt Stadtarchivar Peter Scheck. Ursprünglich habe das Tier auf dem Wappen überhaupt kein Horn gehabt, es sei einfach ein Schaf gewesen. Darauf würde sich schliesslich auch der Name der Stadt Schaffhausen beziehen. Als die Symbolik mehr an Bedeutung gewann, bekam das Schaf zwei Hörner, als Zeichen von Stärke. Mufflons habe es aber seines Wissens im Mittelalter in der Schweiz nicht gegeben. «Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um eine normales Hausschaf handelt.» Wie das Vorbild genau ausgesehen habe, könne man heute natürlich nicht mehr sagen.

Das Bünder Oberländer Schaf ist heute in der ganzen Schweiz verbreitet. Foto: ProSpecieRara
Das Bünder Oberländer Schaf ist heute in der ganzen Schweiz verbreitet. Foto: ProSpecieRara

Mehr Licht bringt Philippe Ammann von der Schweizerischen Stiftung für genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren (ProSpecieRara) in die Sache. Er hat sich beide Wappen angeschaut und sagt: «Ein Mufflon würde ich so nicht zeichnen!» Das Fell sei zu lockig. «Mufflons haben glattes Fell, wie ein Reh», sagt er. Vom Horn her könne die Darstellung schon eher passen. «Aber es gibt viele Rassen, die diese Schneckenhörner haben.» So zum Beispiel das Bündner Oberländer Schaf, eine Urrasse, die es schon sehr lange in der Schweiz gibt. Ammann stimmt mit Scheck überein, dass es zu der Zeit, als das Wappen entstanden ist, keine Mufflon-Bestände in der Schweiz gab. Die Tiere seien in südlicheren Regionen, unter anderem Sardinien, zu Hause. Erst in jüngerer Zeit haben sie auch in der Schweiz eine Heimat gefunden. «Die Tiere, die es heute im Wallis gibt, wurden dort eigens angesiedelt», sagt Ammann. Aus seiner Sicht sei das Wappentier kein Mufflon.

Das Walliser Landschaf kommt ursprünglich aus dem Ober- und Mittelwallis. Foto: ProSpecieRara
Das Walliser Landschaf kommt ursprünglich aus dem Ober- und Mittelwallis.
Foto: ProSpecieRara

Überhaupt wundere er sich, warum man in Schaffhausen eine Art halten wolle, die historisch keinen Bezug habe zu der Gegend. «Vielmehr wäre es toll, wenn man sich für gefährdete heimische Nutztierrassen einsetzen würde.» Das männliche Tier des Oberländer Schafs würde dem Widder auf dem Wappen historisch um einiges näher stehen als so eine exotische Art wie das Mufflon. Tatsächlich sind seine Hörner fast genauso imposant. «Damit würde man auch die genetische Vielfalt unterstützen», sagt Ammann.

Maria Gerhard

Mufflons für den Munotgraben

Ein solches Mufflon-Weibchen könnte bald auch im Munotgraben herumlaufen. Dieses Tier wurde auf dem Hof von Grossstadtrat Alfred Tappolet fotografiert.
Ein solches Mufflon-Weibchen könnte bald auch im Munotgraben herumlaufen. Dieses Tier wurde auf dem Hof von Grossstadtrat Alfred Tappolet fotografiert. Foto: Maria Gerhard

Mit einem zufriedenen Schmunzeln lehnte sich Grossstadtrat Alfred Tappolet (SVP) nach der Abstimmung am Dienstag im Grossen Stadtrat in seinem Stuhl zurück. Sein Postulat, wonach ein Mufflon-Widder mit weiblicher Herde im Munotgraben angesiedelt werden soll, hatte Erfolg, mit neunzehn zu zehn Stimmen, wird der Stadtrat nun beauftragt, die Haltung der Tiere im bestehenden Gehege zu prüfen. Damit ist es gut möglich, dass das Schaffhauser Wappentier die dortigen Damhirsche in naher Zeit ersetzen wird. «Mir ist natürlich bewusst, dass ich damit eine hundert Jahre alte Tradition infrage stelle», hatte Tappolet zu Beginn der Debatte erklärt. Doch es sei sowohl für die Schaffhauser wie auch für Touristen schön, das Wappentier der Stadt auch in lebendiger Form zu sehen. Mit dieser Idee konnten sich allerdings nicht alle Grossstadträte anfreunden.
Vor allem die SP und die AL erklärten Bedenken. So machte sich Manuela Bührer (AL) Sorgen um die Zukunft der Damhirsche, sollten die Mufflons in den Graben einziehen. Sie habe sich beim Bundesamt für Umwelt informiert. «Mir wurde erklärt, dass man Damhirsche nicht auswildern kann», sagte sie, «auch dass ein Tierpark sie nimmt, ist unwahrscheinlich.» Laut der Fachstelle würden sie einem Wildfleischproduzenten überlassen und geschlachtet werden. Auch ist Bührer nicht überzeugt davon, dass auf dem Schaffhauser Wappen tatsächlich ein Mufflon dargestellt sei. «Es könnte auch ein Fabeltier sein», sagte sie. Die Auskunft beim Bundesamt würde dies stützen. Danach sind die Tiere erst in jüngerer Zeit in der Schweiz angesiedelt worden. Als das Wappen entstand, waren sie allerdings nicht heimisch. Bührers Fazit: «Am besten gar keine Tiere im Munotgraben.» Ihr Gegenvorschlag: ein Biergarten.
Katrin Huber (SP) hatte Bedenken, weil Mufflons Klettertiere sind. «Ich glaube nicht, dass die Schaffhauser es toll finden, wenn die Tiere versuchen, die Zinne zu erklimmen.» Und den Leuten sei es letztlich egal, ob Mufflon oder Hirsch. Sie würden sich so oder so freuen über die Tiere. Die SP sei nicht begeistert von dem Vorhaben.
Von einer entzückenden und charmanten Idee hingegen sprach Manuela Roost Müller (FDP). «Ein neues Highlight, das Gäste hoch zum Munot zieht.» Ihre Fraktion würde die Idee unterstützen. Und auch die SVP stellte sich geschlossen hinter das Vorhaben von Tappolet. Baureferent Raphaël Rohner (FDP) hatte sich bereits zu ­Beginn positiv zur Idee geäussert. Mit dem Widder würde man neue Akzente setzen. Auch wenn das natürlich nicht ohne Aufwand gehe. Die Tiere bräuchten etwas höhere Zäune und mehr Klettermöglichkeiten.

Recherchen der SN haben jetzt ergeben, dass das Tier auf dem Stadt- und Kantonswappen gar kein Mufflon-Widder ist. Alles dazu lesen Sie morgen in der SN.

Wegen Sicherheit: Höhere Eintrittspreise für Topspiel

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Massenandrang: Gegen den FC Zürich werden zwischen 4000 und 5000 Fans auf der Breite erwartet. Wegen der hohen Sicherheitskosten hat der FC Schaffhausen reagiert und die Eintrittspreise pro Ticket um fünf Franken erhöht. Bild SN

Vier Tage vor dem Knüller gegen den FC Zürich erhöht der FC Schaffhausen die Eintrittspreise.

Fussball Es ist eine unpopuläre Entscheidung, die FCS-Geschäftsführer Marco Truckenbrod Fontana gestern verkündet hat. Ausgerechnet vor dem Topspiel in der Challenge League zwischen dem FC Schaffhausen und dem Leader FC Zürich erhöht der Gastgeber die Eintrittspreise. Pro Ticket müssen die Fussballfans fünf Franken mehr bezahlen. Etwas, was wohl nicht ohne Murren abgehen wird. Truckenbrod Fontana hat dafür zwar Verständnis, aber die Umstände zwingen ihn zum Preisaufschlag. Die Partie wurde von der Polizei als Hochrisikopartie eingestuft, das heisst, dass der Sicherheitsaufwand deutlich erhöht wird. «Uns entstehen Mehrkosten im hohen fünfstelligen Bereich. Einen Teil erhalten wir von der Liga, aber der ganze Rest bleibt an uns hängen. Darum müssen wir leider zu dieser unpopulären Massnahme greifen, um die Kosten zu senken», bedauert der FCS-Geschäftsführer. «Für alle Kategorien haben wir uns auf einen Zuschlag von 5 Franken geeinigt. Zudem bezahlen auch Kinder unter 16 Jahre Eintritt für die beiden Tribünen sowie für die Estrade», sagt Truckenbrod Fontana und hofft, dass die Zuschauer Verständnis dafür haben, dass ein Teil der Mehrkosten auf sie abgewälzt wird.
Der hohe Sicherheitsaufwand sei nicht zu umgehen, erklärt der FCS-Geschäftsführer, weil eine grosse Anzahl FCZ-Supporter erwartet wird. «Um den Schutz aller Fans gewährleisten zu können und um allfällige Zusammenstösse der Fangruppen beider Vereine zu verhindern, benötigt es mehr Personal, welches für Ordnung sorgen soll. Das Ganze geht natürlich ins Geld, was wir ziemlich zu spüren bekommen. Unser Budget ist beschränkt, aber das Wohl und die Gesundheit der Fans stehen doch auch für uns an erster Stelle», sagt Truckenbrod Fontana.
Glück haben die Dauerkartenbesitzer. Sie müssen den erhobenen Fünfliber nicht bezahlen. Alle Tageskartenbezieher bezahlen den Zuschlag. Erwartet werden am Samstag zwischen 4000 und 5000 Fussballfans. Darum wird die Stadioneröffnung bereits auf 17.30 Uhr vorgezogen. Auch wegen der durchgeführten Sicherheitskontrollen wird empfohlen, nicht zu knapp auf den Spielbeginn (19.00 Uhr) anzureisen.

von Daniel F. Koch

Aufbauarbeiten für Schafuuser Wiiprob zwischen Touristen und Pokémon-Jägern

Aufbau Weinprobe
Bild Ulrich Schweizer

Beat Hedinger, gelernter Zimmermann (Bildmitte) und Matthias Külling vom Schaffhauser Blauburgunderland haben mit dem Aufstellen der Degustationsstände alle Hände voll zu tun, während eine geführte Gruppe englischsprachiger Touristen den Kreuzgang bewundert. Wurden heute Vormittag auch schon Pokémon-Go-Jäger gesichtet? «Nein», sagt Hedinger, « wahrscheinlich kommen sie aber über Mittag.» Auch während der Wiiprob bleibe der Kreuzgang öffentlich zugänglich, sei’s für Passanten, Touristen oder eben Pokémon-Jäger. «Aber wer kein Glas kauft, bekommt auch keinen Wein», hält Hedinger fest.

Nach Unfall mit Schwimmer bei Diessenhofen: Bootsführer hat sich gemeldet

Der Bootsführer, der am Sonntag im Rhein bei Diessenhofen einen Schwimmer angefahren und verletzt hatte, hat sich bei der Kantonspolizei Thurgau gemeldet. Die Kantonspolizei Thurgau suchte mit einem Zeugenaufruf nach Auskunftspersonen und der Besatzung des involvierten Bootes, das am Sonntag  im Rhein bei Diessenhofen einen 91-jährigen Schwimmer angefahren und mittelschwer verletzt hatte. Der verantwortliche Bootsführer, der sich nun am Donnerstag bei der bei der Kantonspolizei Thurgau gemeldet hat, ist ein 55-jährige Schweizer aus dem Kanton Zürich. Er wurde wurde zum Vorfall befragt. Die genauen Umstände sind Gegenstand von weiteren Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau und der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen. (r.)

Das historische Hotel Tanne soll für 3,6 Millionen saniert werden

Die Wiedereröffnung der „Tanne“ ist auf 2018 geplant. Bild Selwyn Hoffmann
Die Wiedereröffnung der „Tanne“ ist auf 2018 geplant. Bild Selwyn Hoffmann

Das historische Hotel Tanne in der Schaffhauser Altstadt soll saniert werden. Die Weinstube wird originalgetreu erhalten. Die Möblierung der Gaststube wird sanft aufgefrischt. Die sanitären Anlagen sowie Lagerräume werden neu in der Remise im Hof untergebracht, welche via einen überdachten Übergang erreicht werden kann. Insgesamt sollen neun Gäste-Studios entstehen, die als «Serviced Appartments» oder im Rahmen eines Bed & Breakfast vermietet werden sollen. Die «Tanne» soll 2018 als Gastronomiebetrieb wiedereröffnet werden. Der Schaffhauser Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat einen Investitionskredit über 3.6 Millionen Franken. Die Liegenschaft soll von der Stadt einem geeigneten Pächter zum Betrieb vergeben werden. Dafür findet ein Wettbewerb statt.

Lesen Sie mehr morgen in den SN.

Stellten das Projekt der Stadt Schaffhausen vor: Urs Wildberger, Projektleiter Hochbau, Roger Düring, Immobilienverantwortlicher, Finanzreferent Daniel Preisig und Baureferent Raphaël Rohner (von links). Bild Selwyn Hoffmann
Stellten das Projekt der Stadt Schaffhausen vor: Urs Wildberger, Projektleiter Hochbau, Roger Düring, Immobilienverantwortlicher, Finanzreferent Daniel Preisig und Baureferent Raphaël Rohner (von links). Bild Selwyn Hoffmann

Kanton Schaffhausen: Polizei bittet um Hinweise zu Einbruchserie

In der Zeitspanne zwischen Mitte April und Mitte August 2016 haben – aller Wahrscheinlichkeit nach – Kriminaltouristen eine nächtliche Einbruchserie in Industrie- und Gewerbegebäude im Kanton Schaffhausen begangen. Aus diesem Grund bittet die Schaffhauser Polizei um die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere bittet sie um die sofortige Meldung von Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen nach Mitternacht.

Zwischen April und Mitte August 2016 hat eine Täterschaft diverse Einbruchdiebstähle in Industrie- und Gewerbegebäude im Kanton Schaffhausen verübt. Sie entwendete dabei vor allem Bargeld. Die Deliktssumme liegt bei insgesamt mehreren zehntausend Franken. Betroffen von dieser Einbruchserie waren vorwiegend eher abgelegene Örtlichkeiten in Landgemeinden, Hauptachse Schleitheim bis Thayngen. Die Einbruchdiebstähle wurden fast ausschliesslich in den frühen Morgenstunden begangen. Bis anhin verübte die Täterschaft keine Einbruchdiebstähle in Wohnliegenschaften und ging Konfrontationen mit Personen konsequent aus dem Weg.

Aufgrund von Ermittlungen bzw. Erkenntnissen geht die Schaffhauser Polizei derzeit davon aus, dass es sich bei der Täterschaft um eine Gruppierung von Kriminaltouristen aus Moldawien handeln dürfte.

Die Schaffhauser Polizei schliesst nicht aus, dass diese Täter in Waldstücken bzw. waldähnlichen Gebieten campieren oder in Waldhütten bzw. Gartenlauben übernachten.

Im Zusammenhang mit dieser Einbruchserie bittet die Schaffhauser Polizei die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise. Beobachtungen – insbesondere verdächtige Personen und Fahrzeuge zu Nachtstunden – sind bitte sofort an die Notfall-Telefonnummer 117 zu melden. (SHPol)

Chille bi de Chile

Wer im letzten November die Nacht der offenen Kirchen besucht hat, kann sich vielleicht noch an die Liegestühle im Münster erinnern. Nachdem sie über Winter in einer Scheune in Dörflingen eingelagert wurden, werden sie nun, pünktlich zum Schullbeginn, wieder hervorgeholt. Seit Montag stehen im Kreuzgang und im Kräutergarten sechs Liegestühle für die Bevölkerung zur Verfügung. „Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, denen die Mauer zu unbequem ist, machen dort ihre Siesta“, sagt Pfarrer Matthias Eichrodt von der Kirchgemeinde St. Johann-Münster. Auch Ursula Schäfer von der Sprachschule linguasud in Schaffhausen und ihre beiden Sprachschülerinnen haben die Liegestühle für sich entdeckt. „Wir finden die Aktion super! Am liebsten würden wir die Liegestühle nachher mitnehmen“, sagt Schäfer und lacht. Bis jetzt seien aber zum Glück noch keine Stühle weggekommen, sagt Pfarrer Eichrodt. Die ganze Aktion dauert vorraussichtlich noch bis zu den Herbstferien. (pod)

Ursula Schäfer von linguasud und ihre beiden Sprachschülerinnen geniessen die Liegestühle im Kräutergarten.
Ursula Schäfer von linguasud und ihre beiden Sprachschülerinnen geniessen die Liegestühle im Kräutergarten. Bild: Pia Oderbolz
Die Aktion "Chille bi de Chile" läuft seit Montag.
Die Aktion „Chille bi de Chile“ läuft seit Montag. Bild: zvg

 

 

 

Motocross in Beggingen: EM-Läufe als Höhepunkt

Motorrad Am Wochenende organisiert der MSC Randen zum 33. Mal eine Motocross-Veranstaltung. Seit zwei Jahren wird das Rennen oberhalb von Beggingen durchgeführt, wo die Infrastruktur vor der Veranstaltung jeweils komplett aufgebaut werden muss. Das ist nur möglich, weil die Organisatoren um das Duo Thomas Hensch/Reto Wanner und die anderen Mithelfer einen guten Draht zu den Landbesitzern haben und auch so bestens vernetzt sind. Das hat den Vorteil, dass man Hilfe von allen möglichen Seiten erhalten kann. Das Ziel, dass die MSC-Organisatoren haben ist es rund 3000 Fans und Zuschauer nach Beggingen zu locken. Sportlich können sich die Besucher auf Spitzensport auf zwei Rädern, spektakuläre Rennmanöver und rasante Zweikämpfe freuen. (dfk)Die Macher des MSC Randen (von links): Reto Wanner, Robin Dosenbach, Yves Adjetey, Thomas Hensch, David Dreier, Bruno Wanner, Stefan Winzeler und Markus Wanner (Präsident). Bild Daniel F. Koch

Die Macher des MSC Randen (von links): Reto Wanner, Robin Dosenbach, Yves Adjetey, Thomas Hensch, David Dreier, Bruno Wanner, Stefan Winzeler und Markus Wanner (Präsident). Bild Daniel F. Koch

 

Tagesprogramm Motocross Beggingen (PDF)